Parodontologie

Etwa jeder 3. Erwachsene hat eine leichte Form, jeder 7. Erwachsene eine schwere Form der Parodontitis. Diese Erkrankungen werden zur Zeit noch viel zu selten erkannt. Die Erkrankung kann mit einer leichten Entzündung des Zahnfleischs (Gingivitis) beginnen und sich langsam aber auch rasant ausbreiten. Neben dem Verlust des Zahnhalteapparates (Parodont), wird dieser Erkrankung auch ein negativer Einfluss auf die Gesundheit des Herz- und Kreislaufsystems zugeschrieben. Auch ein erhöhtes Schlaganfallrisiko sowie ein erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt wird diskutiert.

Wesentliche Erkenntnisse zur Entstehung und Entwicklung der Parodontitis sind in den letzten 10 bis 15 Jahren gemacht worden. Entsprechend entwickeln sich in jüngster Zeit die Therapieformen weiter. Neben den konservativen, medikamentösen und chirurgischen Therapieformen haben sich die Möglichkeiten der regenerativen Therapie erheblich weiterentwickelt. Hier sei nur das Schmelz-Matrix-Protein "Emdogain" erwähnt. Hierdurch kann die Entwicklung neuen Knochens in Verbindung mit einem Zahnhalteapparat induziert werden.